Über Tiere
von Dr. Stefan Lanka & Ursula Stoll
Einleitung – Teil 1
Mit dieser Artikel-Reihe möchten wir über häufige Tier-SBSe („Tierkrankheiten“) informieren, vor allem weil dieses Thema oft vernachlässigt wurde. Nicht zuletzt aber auch deshalb, damit wir wieder ein Gespür – Mitgefühl – für unsere Freunde und Mitbewohner erhalten. Es darf nicht vergessen werden, dass auch heute in Deutschland Tiere sinnlos gequält werden (Tierexperimente). Sie erhalten immer noch unsäglich hohe Verabreichungen von Antibiotika und Injektionen („Impfungen“), werden in zu kleinen Ställen gehalten und gar manche Rinder haben noch nie eine Wiese gesehen. Hühner erhalten alle 6-8 Wochen über das Trinkwasser einen „Impfstoff“ – Rinder bekommen mindestens einmal jährlich einen Gift-Cocktail gespritzt. Zuvor wurden sie mehrfach mit verschiedenen sogenannten Impfungen gequält – verharmlosend als „Grundimmunisierung“ bezeichnet. Dem Futter wird „prophylaktisch“ Antibiotika beigegeben, damit eine Wiederherstellungsphase (Vagotonie) vermieden werden kann. Kein Individuum hält diese Toxinbelastung und üblen Lebensbedingungen lange aus, aus diesem Grund werden Rinder meist nach 1,5 Jahren getötet (Anmerkung: Bevor die Vergiftungserscheinungen Oberhand nehmen). Die Lebenserwartung von Milchkühen in der Landwirtschaft liegt bei 5 – 6 Jahren, obwohl ihre natürliche Lebenszeit 20 bis 25 Jahre betragen könnte. Die lebensfeindlichen Bedingungen (z. B. „hohe Milchleistung“, „Impfungen“, enge Ställe, Vitamin-Injektionen, usw.) verkürzt die Lebenszeit dramatisch. Damit Kühe mehr Milch geben wird Ihnen ihr Kalb wenige Stunden nach der Geburt entrissen. Mit diesem Schock (DHS; Kind entrissen) entwickeln die Kühe einen Euterdrüsen-„Krebs“, der die Milchbildung steigert, da die Vierbeiner den gleichen biologischen Gesetzmäßigkeiten unterliegen wie der Mensch.
Hinzu kommen für unsere Freunde sinnlose, quälende Experimente, fälschlicherweise als Studien bezeichnet, die dann wiederrum für irgendwelche Ernährungsphilosophien die Grundlage auf deren Rechtfertigung bilden sollen. Vollkommen sinnentfremdet wird dann von der Katze auf den Menschen geschlossen – doch der Mensch ist kein Raubtier! Auch wenn sich manche ohne Verstand und Mitgefühl so verhalten.
Wir werden ebenfalls auf die sogenannte Überzüchtung eingehen, die den Ausgangspunkt für vielfältige SBSe (meist dann chronifiziert) nehmen kann – die Biologie des Hundes, das heißt die Reaktion auf Unvorhergesehenes bleibt. Aber was bedeutet das für das Tier, wenn es zu kurze Beine hat und sich dadurch nicht wehren kann?
Albert Schweitzer prägte seinen berühmtesten Satz „Ehrfurcht vor dem Leben“ während er in Lambarene war – „und diese Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben, unsere Existenz und unser Wille zum Leben aus der Vernunft gerechtfertigt hat.“ Wer diese „Ehrfurcht vor dem Leben“ in seinem Herzen spüren kann übernimmt Verantwortung für sich selbst und für seine Mitmenschen und -tiere. Das Wichtigste aber ist, dass man Nächstenliebe empfinden kann und dass man weiß, dass wir Tod und Leid über ein anderes Wesen nur bringen dürfen, wenn eine unentrinnbare Notwendigkeit dafür vorliegt und dass wir alle das Grausige empfinden müssen, das darin liegt, dass wir aus Gedankenlosigkeit leiden machen und töten.
Denken wir nicht alle so darüber?
